Berufsförderungswerk Hamm GmbH

Individuelle Betreuung sichert die berufliche Ausbildung

Vom ersten Tag im Berufsförderungswerk bis zur Integration in den Arbeitsmarkt steht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Rahmen der „Besonderen Hilfen“ ein persönlicher Reha- und Integrationsmanager (RIM) zur Verfügung. Gruppenleiter des siebenköpfigen RIM-Teams ist Dipl.-Sozialarbeiter Frederik Krueger. Gemeinsames Ziel ist es, die Teilnehmenden wieder nachhaltig in das Arbeitsleben zu integrieren.

Für Heiner K. ist eine Welt zusammengebrochen. Der 52-Jährige musste seinen erlernten Beruf als Zimmermann aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Der Rücken spielte nicht mehr mit. Es drohte die Frühverrentung. Die Folge: eine lange Zeit der Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit. Jetzt schöpft der Mann aus dem Rheinland wieder neuen Lebensmut. „Ich beginne eine Umschulung im bfw hamm. Wenn alles gutgeht, kann ich nach zwei Jahren als Hörakustiker in meiner Heimat arbeiten. Die Rentenversicherung gibt mir eine zweite Chance. Ich bin einfach zu jung für die Rente.“ 

Das ist für Frederik Krueger ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Arbeit des Reha- und Integrationsmanagements im bfw hamm. „Die Zusammenarbeit basiert auf Grundlage eines individuellen Integrationskonzepts“, erzählt der 42-Jährige, der das RIM-Team seit 2019 leitet. Sämtliche Prozesse geschehen in engem Austausch mit dem Teilnehmer im Reha-Team mit dem internen Psychologischen Dienst, der medizinischen Abteilung, dem Ausbildungsbereich sowie mit den jeweiligen Kostenträgern. „In unserer Abteilung laufen alle Fäden zusammen. Durch diese auf die Teilnehmenden maßgeschneiderten Konzepte schaffen wir die bestmöglichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt.“ Derzeit werden im Schnitt je 70 zukünftige Fachkräfte von den RIM ganzheitlich betreut. Die möglichen Unterstützungsmaßnahmen sind sehr vielfältig. Neben persönlichen und gesundheitlichen Problemen geht es auch um Fragen zum Übergangsgeld oder die Erstattung von Fahrkosten. „Auf diese Weise können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ihre Ausbildung konzentrieren.“

Innerhalb der Umschulungsmaßnahme werden durch das Reha-Team verschiedene Förderungsmöglichkeiten angeboten bzw. mit dem Teilnehmenden erarbeitet. Hierzu finden alle sechs Monate Fördergespräche statt. „Mit diesem strukturierten sowie regelmäßigen Austausch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern möchten wir erreichen, dass die Fördermaßnahme reibungslos klappt“, versichert der RIM-Gruppenleiter. Der Kostenträger wird ebenfalls über das Ergebnis informiert und bei Bedarf beteiligt.

Beim bfw hamm wird nichts dem Zufall überlassen. „Meine Kolleginnen und Kollegen sind auch das Bindeglied zwischen unseren Absolventen und späteren Arbeitgebern. Schließlich ist die Integration in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit das Ziel einer beruflichen Rehabilitation. Daher hat das bfw hamm ein breites Spektrum möglicher Berufsbilder in seinem Portfolio."

Text und Bild: derreporter 

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