Berufsförderungswerk Hamm GmbH

Neue Pflegeausbildung erfolgreich gestartet

Die Westfälische Pflegeschule Hamm startet den ersten Kurs der neuen Ausbildung.

Seit 30 Jahren werden im Berufsförderungswerk Hamm in Westtünnen Altenpflegerinnen und Altenpfleger ausgebildet. Im Laufe der Jahre kamen weitere Bildungsgänge hinzu. Während in den Anfangsjahren ungefähr 20 Auszubildende pro Jahr im Berufsförderungswerk für den Pflegeberuf ausgebildet und umgeschult wurden, sind es inzwischen mehr als 100 Auszubil-dende, die jährlich eine Ausbildung in der Pflege beginnen.

Mit Beginn des Jahres 2020 wurde die Pflegeausbildung nun reformiert. Nach langem Gesetzgebungsprozess wurden die bisherigen Ausbildungen in der Altenpflege sowie in der Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpflege zu einem neuen Berufsbild zusammengefügt. Die neue Ausbildung zum Pflegefachmann / zur Pflegefachfrau befähigt die ausgebildeten Fachkräfte zur pflegerischen Versorgung in allen Bereichen des Gesundheits- und Sozialwesens.

Zum Beginn des ersten Kurses im neuen Pflegeberuf hat sich nun auch die Schule im Berufsförderungswerk einen neuen Namen gegeben. Aus dem Fachseminar für Altenpflege im Berufsförderungswerk Hamm wird die Westfälische Pflegeschule Hamm.

„Wir wollten uns einen eigenständigeren Auftritt geben“, so Schulleiter Christian Ley. „Mit inzwischen fast 300 Teilnehmern in den verschiedenen pflegerischen Bildungsgängen sind wir eine der größten Bildungsstätten für pflegerische Berufe im Umkreis.

Am 1. März startete in der Berufsförderungswerk Hamm GmbH nun der erste Kurs der neuen Pflegeausbildung. 25 neue Azubis freuen sich auf das abwechslungsreiche Programm. Aus einem eher theoretischen Rahmenlehrplan haben die 13 Lehrkräfte insgesamt 92 praxisnahe Lernsituationen erstellt. Diese beziehen sich gleichermaßen auf die ambulante wie stationäre Versorgung von Menschen aller Altersgruppen. Die extrem aufwändige Entwicklungsarbeit wurde durch eine Steuerungsgruppe vorbereitet und wird nun vom gesamten Lehrerteam mit vollem Einsatz umgesetzt.

Eine weitere Herausforderung ist die Entwicklung des Netzwerkes von kooperierenden Einsatzorten, um den Azubis alle nötigen Kompetenzen zu vermitteln. Jede der künftigen Pflegefachmänner und –frauen wird am Ende der Ausbildung Einsätze im Krankenhaus, in der stationären Langzeitpflege, im ambulanten Pflegedienst, in der Versorgung von Kindern und der Psychiatrie sowie im Bereich der Rehabilitation oder Palliativpflege abgeleistet haben. „Das ist ein straffes Programm für die Auszubildenden. Sie lernen alle Bereiche der Pflege kennen und können so überall die gelernten Ausbildungsinhalte, die wir Ihnen vermittelt haben, umsetzen“, so Andreas Hansbuer, stellvertretender Schulleiter und Koordinator der praktischen Ausbildung.

Mit Beginn des Lockdowns aufgrund der Coronavirus-Pandemie mussten die neuen Auszubildenden dann früh ins kalte Wasser springen und sich in der Pflege beweisen. Nach dem somit früher begonnenen Praxiseinsatz freuen sich die Auszubildenden nun auf den nächsten Schulblock, wenngleich unter Umsetzung eines strengen Schutz- und Hygienekonzeptes.

Das Team der Westfälischen Pflegeschule verbindet viele Hoffnungen mit der neuen Ausbildung. Der Pflegeberuf soll insgesamt attraktiver werden, damit sich mehr junge Menschen für den Pflegeberuf entscheiden. Die westfälische Pflegeschule Hamm in der Berufsförderungswerk Hamm GmbH startet den nächsten Kurs am 1. September 2020.

Ansprechpartner

15